„Tmall“ und wie es funktioniert

Ttmall – Alibaba

Tmall ist eine chinesisch-sprachige Website für den B2C Online-Handel bei der chinesischen Alibaba Gruppe. Es ist eine Plattform für lokale chinesische und internationale Unternehmen, um Markenware für die Verbraucher in China, Hong Kong , Macao und Taiwan zu verkaufen. Tmall ist ein Konzept, das man hier in Deutschland noch nicht so kennt: Eine Internetseite die wie eine Shopping-Mall funktioniert: Firmen wie Apple, Nike oder etwa 70000 andere Marken mieten eine Geschäftsfläche in diesem virtuellen Kaufhaus und verkaufen ihre Produkte, dabei behält Tmall einen Teil als Provision ein. Bei Tmall weiss man als Konsument, dass Alibaba dahintersteht und wenn man Markenware bestellt, wirklich Markenware bekommt. Zudem ist die Bezahlung einfach, da Alibaba’s Alipay, dass in China fast jeder hat, benutzt werden kann.
China ist der wichtigste Markt für Online-Shopping. So shoppen in China 55 Prozent der Internet-User online, in den USA sind es nur 19 Prozent. Ausländische Markenhersteller müssen sich auf dieses Phänomen des boomenden E-Commerce einstellen. Sie müssen online präsent sein. Mit eigener Website oder bei Tmall. Denn an Tmall kommt kaum ein Unternehmen noch vorbei. Mit einem Marktanteil von über 80 Prozent und über 500 Millionen registrierten Kunden ist Tmall inzwischen die Macht im chinesischen Online-Handel.
Und so geht es: Bei den Flagshipstores von Tmall können die Anbieter ihren Auftritt nahezu selbst gestalten und damit ihre Corporate Identity viel deutlicher präsentieren. Wer sich als Kunde durch Tmall klickt, hat deshalb das Gefühl, er schlendere durch eine virtuelle Mall. Adidas und Puma eröffnen virtuelle Shops bei der Alibaba-Tochter T-Mall – statt in Flagship-Stores wird in virtuelle Läden investiert. Viele andere deutsche Firmen sind dagegen noch zögerlich, weil sie den Vertriebswegen und der Preisgestaltung nicht recht trauen.

Tmall – Amazon

Auch Amazon hat in China einen neuen Online-Shop eröffnet. Das wäre erstmal keine überraschende Meldung, wäre der Shop nicht ein wenig anders als das, was man sonst von Amazon kennt: Er ist nämlich in die Alibaba-Plattform tmall.com integriert. Nach Angaben von Amazon wird der Online-Shop dabei als Pilotprojekt fungieren. Man sieht die zahlreichen Produkte, welche Amazon über Alibaba vertreiben möchte: Schuhe, Wein, Lebensmittel (nur Trockensortiment) oder Elektrogeräte lassen sich dort schon einsehen.

Amazon versuchte bereits über seinen eigenen Marktplatz Produkte auch in China zu verkaufen, allerdings Medienberichten zufolge nicht ganz so erfolgreich, wie man es von Amazon kennt. Laut einer Einschätzung des chinesischen Marktforschungsinstituts Analysys International, erreichte Amazon in China mit dem Verkauf seiner Produkte lediglich 0,8 Prozent vom gesamten chinesischen Online-Handelsvolumen. Im Gegensatz dazu erreicht Alibaba im Moment 75 Prozent des Online-Handelsvolumens in China.

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s