Social Media und Content Marketing – wie erreiche ich den Mainstream und animiere zum Möbelkauf?

Im Möbelbusiness gewinnt Social Media und professionelles Content Marketing sowohl für Hersteller als auch für den klassischen Handel und Pure Player gleichermaßen an Bedeutung. Neben der Präsentation des Möbelunternehmens im Internet durch eine eigene Webseite und einen attraktiven Onlineshop ist das zusätzliche Engagement in sozialen Netzwerken heute ein „must have“ im Möbelhandel.

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Warum? Möbel sind Waren, die der Kunde nicht vorrangig aufgrund rationaler Entscheidungen oder der Bedarfsfrage kauft, sondern auch vor einem geprägten, emotionalen Hintergrund. Es wird nicht nur die Ware, sondern den Wert hinter dieser Ware, sprich beispielsweise die Marke, das Design und der Lifestyle verkauft. Im limbischen System des Konsumenten haben Marken eine klare Verankerung. Dies kann bei Möbeln beispielsweise das einzigartige Sitzgefühl in Kombination mit den vielen Funktionen eines Sessel der Marke XY sein. Hat der Hersteller/Händler erst einmal herausgefunden, worauf der Kunde besonders Wert legt und worauf weniger, kann er gezielter anbieten.

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Soziale Netzwerke dienen vor allem der Kommunikation mit dem Konsumenten und deren Inspiration. Ein potentieller Kunde wird auf diese Weise emotional angesprochen und informiert, was wiederum Interesse und Emotionen weckt und die Kaufbereitschaft steigern kann. Facebook, Pinterest, Twitter und Co. haben jedoch auch eine nicht zu unterschätzende Multiplikator-Funktion. Der potentielle Kunde fungiert dabei als Empfehlungsgeber im Freundes- und Bekanntenkreis, teilt die Informationen des Fachhandels mit anderen Menschen. Dies bedeutet sowohl für den Fachhändler als auch für den Pure Player u. a. einen schnelleren Reichweitenaufbau – Werbebotschaften können so vertieft werden.
Die aus sozialen Netzwerken generierten Kontaktfrequenzen führen dazu, einen umfassenden Kundendialog aufzubauen, der letztendlich durch das so gewonnene Vertrauen des Konsumenten zu höheren Umsatzzahlen führen kann. Vor allem dann, wenn Kunden im Onlineshop bequem 24/7 einkaufen können.

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Social Media bietet auch Möglichkeiten, einen gezielten und effizienten Zielgruppendialog zu führen zu verschiedenen Themen wie z. B. Küche oder Wohnzimmereinrichtung, saisonale Neu- und Besonderheiten sowie Events. Sind die Beiträge interessant gestaltet mit Teaser-/Moodbildern, 360° Ansichten, Funktionsdarstellungen, Videoclips oder auch 3D Visualisierungen / Animationen, umso mehr wird der Kunde inspiriert – ganz unabhängig von den Öffnungszeiten des stationären Handels. Im Optimalfall verbreitet dieser die News (Nachrichten, Bilder, Videos, etc.) weiter im Netz.

Möbel-App

Eine weitere, effektive Form des Content Marketing stellt der firmeneigene Blog dar, denn es ist mittlerweile nicht nur das Wissen um die Bedeutung der Onlinevermarktung im Möbelbusiness gewachsen, sondern auch die Erkenntnis, dass es sogar Spaß machen kann, das Internet als Showroom zu nutzen. Ob Möbelhaus oder Hersteller – der Blog bietet die Möglichkeit, das Unternehmen als solches als auch die Waren optimal darzustellen sowie Geschichten (story telling) zu erzählen. Gewähren Sie doch Ihren Kunden einmal Einblick in Ihr neu erstelltes oder umgestaltetes Möbelhaus mit einem 360° Rundgang oder geben Sie Tipps für die Gestaltung der Terrasse.

Ambientebilder für Onlineshops

Die crossdigitale Ansprache des Konsumenten via Internet, Tablet und Smartphone ist wegweisend für künftige Marketingstrategien, auch im Möbelhandel. Dies gilt für den Traditionalist ebenso wie den Pure Player ohne stationären Fachhandel.

Vorteile von Social Media Aktivitäten (Beispiele):
1.) Hersteller
– Präsentation der Marke (Marken- und Stilbildung, Inspiration)
– direkter Kundendialog zur Einbeziehung von Kunden und Interessenten in Innovationen und Neuentwicklungen
– Schaffung von Kundenbindungen
– Information über Events, Messen, spezielle Ausstellungen
2.) Klassischer Möbelhandel
– Präsentation der angebotenen Waren (Produkt/Preis)
– Informationen über Events, Neuheiten, saisonale Angebote
– Schaffung von Interesse und Weckung von Emotionen zur Konvertierung des Online-Interessenten in einen Kunden durch Besuch des stationären Handels
3.) Pure Player
– Schaffung von Inspiration und Interesse für die eigene Online-Marke, Lifestyle, Design und Produkt
– Aktiver Kundendialog über Themenwelten (saisonale Produktangebote: Ostern, Muttertag, Pfingsten, etc.)
– Starke emotionale Produkt- und Lifestylepräsentation über visuelle Medien (Bild, Video, etc.), da kein haptisches Erlebnis möglich

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